KFB Hargelsberg

Gedicht zur Weihnacht

Und wieder brennt die Kerze
in dunkler Zeit.
Freut euch, denn bald ist Weihnachten,
ja, bald ist es soweit.

Schon brennt die zweite Kerze.
Wir freun uns sehr.
Es dauert nun bis Weihnachten
nicht lange mehr.

Nun brennt die dritte Kerze.
Macht euch bereit,
denn es beginnt mit Weihnachten
die neue Zeit.

Es brennt die vierte Kerze.
Wie hell sie brennt!
So feiern wir zusammen
die Ankunft, den Advent.

Wenn alle Kerzen brennen,
dann ist es soweit.
Dann laßt uns fröhlich singen 
zur Weihnachtszeit.


Gedicht von 
Joseph Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh´ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wundervoll beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt´s wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

Weihnachten im Wandel der Zeit

Als ich ein Kind noch gewesen, das ist schon lange her,
da war Weihnachten noch ein Erlebnis, ein Märchen und noch viel viel mehr.
Es gab nur kleine Geschenke, denn wir waren ja nicht reich,
doch diese bescheidenen Gaben, kamen dem Paradiese gleich.
Dort gab es Äpfel und Nüsse, mitunter auch ein Paar Schuh,
und wenn es die Kasse erlaubte, ein kleines Püppchen dazu.
Wie war doch das Kinderherz selig, ob all dieser herrlichen Pracht,
und es war ein heimliches Raunen um die Stille Heilige Nacht.

Dann wurde ich größer und älter, und wünschte mir dies und das,
und ich hörte auf, an das Christkind zu glauben, und verlor dabei das 
Paradies.

Und dann kam der Krieg, mit all seinen Leiden, mit Hunger und Not,
da wurde ich wieder bescheiden und dankbar, für ein Stückchen Brot.
Wir alle wurden dann kleiner, und nur ein Wunsch hatte Macht,
wir wollten verein sein mit unseren Lieben, in der Stillen Heiligen Nacht.
Doch der Wunsch erfüllte sich selten, denn viele lagen draußen und 
hielten für uns dieWacht,
und auch sie waren einsam, in der Stillen, Heiligen Nacht.

Als dann der Krieg war zu Ende, wuchs eine neue Jugend heran,
und auch sie hatten so ihre Wünsche an den lieben Weihnachtsmann.
Nur waren die nicht klein und bescheiden, denn der Wohlstand kam ins Land,
die Wünsche wurden größer und größer, und das Schenken nahm überhand.

Nun wird gewünscht und gegeben, und keiner fragt nach dem Wert,
vergessen sind Krieg und Armut und die einsamen Stunden am Herd.
Aus dem schönsten der christlichen Feste hat der Mensch einen 
JAHRMARKT gemacht.
Er wünscht sich vom Besten das Beste und vergißt dabei den Sinn der 
Heiligen Nacht.

Neu - Jahr

Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des Jahres stand:
"Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit
entgegen gehen kann: "

Der Engel antwortete: " Geh nur in die Dunkelheit und lege
Deine Hand in die Hand Gottes, das ist besser als ein Licht
Und sicherer als ein Weg;"